Ger van Elk
20. Oktober 2016
Tristan Wilczek, Solo 1
15. April 2017

Viola Relle & Raphael Weilguni
RR fear

February 17th–April 1st 2017
Opening 16th February 2017, 7pm–9pm

Viola Relle &
Raphael Weilguni
RR fear

16. Februar - 1. April 2016

In Viola Relles (geb. 1992) und Raphael Weilgunis (geb. 1989) erster Einzelausstellung bei Markus Lüttgen, fokussiert das künstlerische Duo die Idee eines ikonischen Helden.

Ausgangsmaterial für die zentrale Thematik wie für den Entstehungsprozess der Werke ist dabei stets die künstlerische Zusammenarbeit des Paares selbst. Hierfür bildet eine persönliche Verbindung oder ein gemeinsames sozial – politisches Bewusstsein meist die Grundlage, die in einem Prozess aus der Beziehung zu ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld oder den um sie lebenden Menschen resultiert.

Für die Idee der Serie des „HERO“, welche auf den Straßen New Yorks geboren wurde, steht die gemeinsame Formung einer sich im Arbeitsprozess mit Ton ergebenden dritten Identität im Mittelpunkt. Sie entsteht nicht nur durch die vereinte Bearbeitung des Werkstoffes oder den künstlerischen Austausch mit Passanten, sondern basiert zusätzlich auf der Idee einer möglichen Identifikation durch den Betrachter selbst. Die im Rahmen der Ausstellung als Relikt gezeigte und bis jetzt größte Version des „HERO“, verkörpert dies gleich auf mehrfache Weise. Seine massive Gestalt, die auf einem mit mehreren Stufen versehenen Sockel fußt und sich mit voluminösen Armen zur Abwehr nach vorne streckt, gibt den Blick auf ihr Inneres frei und bietet sich gleichsam mit den hohlen Röhren der Arme als Leerstelle an. Eine Öffnung zur Möglichkeit körperlicher Einfügung, die die Benutzung ähnlich den „Passstücken“ Franz Wests oder Franz Erhard Walthers nicht verwehrt.

In den farbigen, teils mit Nickel glasierten Elementen thematisiert die Figur des Helden jedoch auch das Potential gedanklicher Einschreibung und Reflexion. Sie bietet sich durch ihre malerischen wie skulpturalen Öffnungen dem Betrachter an, Teil der mythisch – aufgeladenen Ikone von Kraft und Verteidigung zu werden. Zudem untersucht sie die Frage nach einer Stützfunktion durch die mehrschichtige Partizipation des Betrachters erneut und lässt eine klare Zuweisung von Halt und Geborgenheit offen.

Gleichzeitig ist jede Skulptur der Serien das Ergebnis eigener – teils durch den Brennprozess unvorhergesehener – Entwicklungen, denen ihre Funktionsunfähigkeit den Charakter kultureller Fundstücke einschreibt. Sich ergebende surreale Assoziationsgeflechte, wie sie die unvollendeten Keramiken, die Porzellanskulpturen oder auch die gezeigten Malereien erzeugen, scheinen so die unterbewusste Präsenz versteckter Bilder aufzuzeigen.

Relle und Weilguni studieren an der Akademie der bildenden Künste München – Weilguni in der Klasse von Jean-Marc Bustamante, Relle hat bei Norbert Prangenberg und Kerstin Brätsch studiert und arbeitet aktuell in der Klasse von Markus Karstieß.




Viola Relle & Raphael Weilguni
RR fear

February 16th - April 1st 2016

For Viola Relles (b. 1992) and Raphael Weilguni’s (b. 1989) first solo show at Markus Lüttgen, the artist duo focusses on the idea of an iconic hero. The starting material for this central subject as well as for the process of creation, is always the couples’ artistic collaboration itself. The basis of this is mostly a personal connection or a common socio - political awareness which results by a process from the artist’s immediate relation to their working environment or the people surrounding them.

Born on the streets of New York, the concept of the „HERO“ - series focusses on the collaborative creation of a third identity which results out of the working process with clay. This third identity not only originates from the shared processing of the material or the dialog with pedestrians, but is additionally based on the idea of a possible identification by the viewer himself. The exhibited version of the „HERO“ - the largest and most advanced yet - embodies this idea in many ways. Based on a pedestal with steps and reaching out forward his voluminous arms as a kind of safeguard, his massive shape reveals a view of his inside. Equally his his hollow arm tubes offer a similar blank space for the viewers identification. A cavity set up for the possibility of physical insertion which like Frans West’s „Fitting Pieces“ or the works of Franz Erhard Walther, does not deny it’s use.

Within the colored, Nickel glazed elements, the figure of the hero also seems to address the potential of both intellectual inclusion and reflection. These invite the viewer through their pictorial as well as sculptural openings to be part of the mythically icon that is charged with notions of power and defense. Additionally, the figure questions the possibility of a support function by the layered ways of the beholder’s participation anew while simultaneously leaving a clear definition of hold and security open. At the same time, each sculptural series presents itself as the result of unpredictable fractures by the burning process. That assigns them the status of a cultural artefact through their functional incapacity. Visual surreal connotations that are generated from the unfinished status of the ceramic and porcelain sculptures or the exhibited paintings therefore appear to uncover the unconscious presence of hidden common images.

Relle and Weilguni study at the Academy of Fine Arts in Munich. Weilguni under Jean-Marc Bustamante; Relle studied under Norbert Prangenberg as well as Kerstin Brätsch and is currently working in the class of Markus Karstieß.

Philipp Fernandes do Brito

Viola Relle & Raphael Weilguni
RR fear

16. Februar - 1. April 2016

In Viola Relles (geb. 1992) und Raphael Weilgunis (geb. 1989) erster Einzelausstellung bei Markus Lüttgen, fokussiert das künstlerische Duo die Idee eines ikonischen Helden.

Ausgangsmaterial für die zentrale Thematik wie für den Entstehungsprozess der Werke ist dabei stets die künstlerische Zusammenarbeit des Paares selbst. Hierfür bildet eine persönliche Verbindung oder ein gemeinsames sozial – politisches Bewusstsein meist die Grundlage, die in einem Prozess aus der Beziehung zu ihrem jeweiligen Arbeitsumfeld oder den um sie lebenden Menschen resultiert.

Für die Idee der Serie des „HERO“, welche auf den Straßen New Yorks geboren wurde, steht die gemeinsame Formung einer sich im Arbeitsprozess mit Ton ergebenden dritten Identität im Mittelpunkt. Sie entsteht nicht nur durch die vereinte Bearbeitung des Werkstoffes oder den künstlerischen Austausch mit Passanten, sondern basiert zusätzlich auf der Idee einer möglichen Identifikation durch den Betrachter selbst. Die im Rahmen der Ausstellung als Relikt gezeigte und bis jetzt größte Version des „HERO“, verkörpert dies gleich auf mehrfache Weise. Seine massive Gestalt, die auf einem mit mehreren Stufen versehenen Sockel fußt und sich mit voluminösen Armen zur Abwehr nach vorne streckt, gibt den Blick auf ihr Inneres frei und bietet sich gleichsam mit den hohlen Röhren der Arme als Leerstelle an. Eine Öffnung zur Möglichkeit körperlicher Einfügung, die die Benutzung ähnlich den „Passstücken“ Franz Wests oder Franz Erhard Walthers nicht verwehrt.

In den farbigen, teils mit Nickel glasierten Elementen thematisiert die Figur des Helden jedoch auch das Potential gedanklicher Einschreibung und Reflexion. Sie bietet sich durch ihre malerischen wie skulpturalen Öffnungen dem Betrachter an, Teil der mythisch – aufgeladenen Ikone von Kraft und Verteidigung zu werden. Zudem untersucht sie die Frage nach einer Stützfunktion durch die mehrschichtige Partizipation des Betrachters erneut und lässt eine klare Zuweisung von Halt und Geborgenheit offen.

Gleichzeitig ist jede Skulptur der Serien das Ergebnis eigener – teils durch den Brennprozess unvorhergesehener – Entwicklungen, denen ihre Funktionsunfähigkeit den Charakter kultureller Fundstücke einschreibt. Sich ergebende surreale Assoziationsgeflechte, wie sie die unvollendeten Keramiken, die Porzellanskulpturen oder auch die gezeigten Malereien erzeugen, scheinen so die unterbewusste Präsenz versteckter Bilder aufzuzeigen.

Relle und Weilguni studieren an der Akademie der bildenden Künste München – Weilguni in der Klasse von Jean-Marc Bustamante, Relle hat bei Norbert Prangenberg und Kerstin Brätsch studiert und arbeitet aktuell in der Klasse von Markus Karstieß.




Viola Relle & Raphael Weilguni
RR fear

February 16th - April 1st 2016

For Viola Relles (b. 1992) and Raphael Weilguni’s (b. 1989) first solo show at Markus Lüttgen, the artist duo focusses on the idea of an iconic hero. The starting material for this central subject as well as for the process of creation, is always the couples’ artistic collaboration itself. The basis of this is mostly a personal connection or a common socio - political awareness which results by a process from the artist’s immediate relation to their working environment or the people surrounding them.

Born on the streets of New York, the concept of the „HERO“ - series focusses on the collaborative creation of a third identity which results out of the working process with clay. This third identity not only originates from the shared processing of the material or the dialog with pedestrians, but is additionally based on the idea of a possible identification by the viewer himself. The exhibited version of the „HERO“ - the largest and most advanced yet - embodies this idea in many ways. Based on a pedestal with steps and reaching out forward his voluminous arms as a kind of safeguard, his massive shape reveals a view of his inside. Equally his his hollow arm tubes offer a similar blank space for the viewers identification. A cavity set up for the possibility of physical insertion which like Frans West’s „Fitting Pieces“ or the works of Franz Erhard Walther, does not deny it’s use.

Within the colored, Nickel glazed elements, the figure of the hero also seems to address the potential of both intellectual inclusion and reflection. These invite the viewer through their pictorial as well as sculptural openings to be part of the mythically icon that is charged with notions of power and defense. Additionally, the figure questions the possibility of a support function by the layered ways of the beholder’s participation anew while simultaneously leaving a clear definition of hold and security open. At the same time, each sculptural series presents itself as the result of unpredictable fractures by the burning process. That assigns them the status of a cultural artefact through their functional incapacity. Visual surreal connotations that are generated from the unfinished status of the ceramic and porcelain sculptures or the exhibited paintings therefore appear to uncover the unconscious presence of hidden common images.

Relle and Weilguni study at the Academy of Fine Arts in Munich. Weilguni under Jean-Marc Bustamante; Relle studied under Norbert Prangenberg as well as Kerstin Brätsch and is currently working in the class of Markus Karstieß.

Philipp Fernandes do Brito